Das Multitalent Fabio Esposito aus dem Augsburger Hettenbach-Quartier ist unterwegs als Theatermacher und Comedian, Gaukler und Zauberer, Feuerschlucker und Liedermacher. Dazu ist er aktiv in mittelalterlichen Künsten und dreht Kurzfilme. Und er hat doch noch genügend Zeit um als Zauberer Luigi seine Show „Magic Impossible“ im Ulmer Restaurant-Theater KCC aufzuführen. Zusammen mit der Schauspielerin Helga Kessler zieht Esposito dort eine durchgeknallte Show mit einer wilden Mischung aus Zauberei, Artistik, Comedy Gesang und Slapstick ab.
| Magic Luigi verblüfft das Publikum mit witzigen Dialogen und mysteriösen Tricks. |
Das Metier von Helga Kessler sind schrullige und schusselige Charaktere. Was immer sie spielt, sie tut und macht es mit Leib und Seele. Vor der großen Show darf sich das Publikum am Büfett bedienen, das saisonal ausgerichtet ist. Zwischendrin kommt Köchin und Kellnerin Erna mit ihrem Verdauungs-Schnapswagen vorbei. Die Gäste aus Ulm, Neu-Ulm, Allgäu, Augsburg und sogar aus München und Stuttgart bestellen fleißig bei Spirituosen-Erna.
Das Restaurant-Theater KCC (Kampf gegen die Cerebrale Cellulitis?) in Ulm hat sich vor allem der leichten unterhaltenden Muse verschrieben: Komödien, Comedy und Kabarett. Bis zu 110 Personen finden Platz. Tischreservierung ist nötig.
| Wird Ernas Kopf von Magic Luigi gegrillt? (Foto: Lina Mann) |
Wenn vor dem roten Bühnen-Vorhang die Teller leer und die Gläser wieder mit Wein gefüllt sind, sollte die quirlig-bunt-fetzig-packende Show von Magic Luigi und seiner Assistentin Monique starten. Allerdings: Monique kommt nicht rechtzeitig zur Show ins Restaurant-Theater an der Donau. Sie kreist leider endlos in einem Kreisverkehr. Also bleibt Luigi, allein und hilflos auf der Bühne, nichts anderes übrig als die geschwätzige, vollschwäbische und bodenständige Erna als seine Assistentin in seiner Show zu akzeptieren.
| Romantische Momente mit einem Song, der ans Herz geht. (Foto: Lina Mann) |
In der Drunter&Drüber-Duo-Show enthalten ist auch eine chaotische Ohrendusche, eine flammende Kopfbedeckung, ein scharfer Säbel als Gurkenhobel dicht vor dem Gesicht, eine Kugel-Sensation, ein total misslungener Fesselungstrick und eine große alte Verwandlungskiste, in die Erna für einen dubiosen Trick des italienischen Zauberers Luigi, den die misstrauische Erna gerne „Lutschi“ nennt, absolut nicht hineinsteigen will.
| Das Publikum im vollen KCC-Restaurant-Theater ist begeistert von der verrückten Show. (Foto: Lina Mann) |
Die Zuschauer im vollen Restaurant-Theater sind nicht nur vom leckeren Buffet begeistert, sondern auch von der vergnüglich-verrückten Show mit Erna und Luigi, die sich singend und spielend auf der Bühne, auch mit Hilfe von Zuschauern, amüsant-durchgedreht zusammenraufen.
Nach seinen Auftritten im Ulme Restaurant-Theater KCC wird der Augsburger Tausdensassa Fabio Esposito zu einem Gastspiel als Gaukler und Feuerschlucker im Sommer 2017 beim Kaltenberger Ritterturnier zu sehen sein.
| Plötzlich taucht Assistentin Monique doch noch aus dem Kreisverkehr zum tiefen Blick in die Zauberkugel auf. (Foto: Lina Mann) |
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DJ-Legende aufgetaucht
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| Augsburger DJ-Legende Sir Archy im Urlaub. |
Es gibt einige Augsburger Diskjockey-Legenden: die schon in den 1960ern angefangen haben Schallplatten in Clubs, Tanzlokalen oder Beatschuppen wie Bunte Laterne, Tarantel, Big Apple oder Rumpelkammer aufzulegen. Dazu werden gezählt: Freddy Butler, Waldemar Hartmann, Rudi Schäble und Sir Archy.
Sir Archy braust jetzt, im Sommer 2017, mit seiner Honda 600 durch Augsburg, vorbei an einigen seine alten Wirkungsstätten.
Begonnen hat er als Plattenreiter im ehemaligen "Försterkeller", einem Tanzlokal in Neusäß, wo früher die Alleinunterhalterin Amanda aktiv war, die vor keinem schmutzigen Witz zurückscheute. Dann tat er sich mit Günter Gorski, der in der Augsburger Maximilianstraße ein Lokal nach dem anderen in den Kellern eröffnete zusammen. Zuerst legte Sir Archy im "Alt Augsburg" auf und dann im "Simpl", der nebenan eröffnet wurde. Dort wurde er von Gorski und dessen Werbeexperten Rudi Schellmann als Sir Archy in ganz Augsburg als DJ bekannt gemacht.
Nach rund 10 Jahren machte sich Sir Archy mit einer Partnerin selbständig und eröffnete "Sir Archys Musikladen" in einem Keller in der Augsburger Fuggerstraße. Heute "Apollo" mit Tabledance.
Nachdem die Partnerin das Lokal verkaufte, eröffnete Sir Archy die erste Western-Kneipe in Augsburg, in Kriegshaber: das "Country-House". Damit war er Trendsetter für Country in Datschiburg. Mit einem finanzkräftigen Partner aus Donauwörth mietete Sir Archy dann eine Halle in Lechhausen. Dort entstand das "Armadillo", heut: "Ostwerk". Als der Partner dachte, er könne das alles selber besser managen, ging das Projekt den Bach runter. Sir Archy war dann noch länger DJ in diversen Tanzschuppen wie "Alt Wien" in Oberhausen. Jetzt lebt er in Haunstetten und braust mit seiner Gattin auf der Honda 600 durch die Gegend.
Und wenn er Freunde aus der alten Zeit trifft, wie den ehemaligen "GG"-Türsteher Erich, dann erinnert er sich gern an die wilden Storys aus seiner DJ-Zeit mit vielen Mädels die auf ihn heiß waren und er sich nur noch vor pausenloser Bettakrobatik retten konnte, wenn er sich als Schwuler ausgab, wobei er dann von frustrierten und erzürnten Ladys rausgeworfen wurde. "Aber da bin ich nicht gebückt heimgeschlichen, sondern gleich ins nächste Lokal gestolpert. Als DJ war ich damals überall bekannt und gern gesehen. Da kam's schon auch mal vor, dass ich aus Versehen mit einer Prostituierten, die auch als Bardame arbeitete, paar Monate zusammenlebte. Irgendwann merkte ich es, als mich die Zuhälter fragten, was das für mich finanziell denn so abwirft."
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Wenn der Augsburger Asiate seine Stäbchen eindeutscht
Suche die Fehler! Wenn sich unsere asiatischen Gastronomen um die deutsche Sprache bemühen, klappte es nicht hunderpro. Wir findens jedoch nicht schlimm, sie bemühen sich ja, und ist eher lustig.
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Ein Gedicht über die Augsburger Wurst. Erfunden und einst gemacht von der Metzgerei Philipp Reiter. Die Firma Reiter ging vor einigen Jahren zu Feneberg über.
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Jazz oder nie
Die Kneipe Mohrenkönig gehört zu den wenigen Lokalen in Augsburg, die hautnah Jazzmusik in Club-Atmospähre bieten. Musik, die Emotionen wachruft. Wird immer beliebter.
| Edwin Göppel |
| Dietmar Liehr |
| Oliver Bucken |
| Claudia Mair |
| Robert Egner |
| Arndt Spiegelhauer |
| Klaus Dallmeir |
| Frank-Oliver Weißmann |
| Stefan Sonntag |
| Auch Musiker haben Durst. Peter Oswald und Klaus Dallmeir |
| Da wird drauflosgejammt. |
| Barmann Werner hinter Sängerin und Theke. |
| Überall Jazz im Mohrenkönig. Schon wenn man reinkommt. |
| Übertragung auf Bildschirm in den Raum mit der Theke. |
| Session-Stimmung. |
| Die Songs, die gebracht weden könnten, werden von den Bläsern besprochen. |
| Feitag-Nacht im Mohrenkönig. Das Lokal füllt sich. Jazz, essen, trinken, kontakten und schwätzen - was will man mehr? |
Hier ist der Info-Link: Jazz im Mohrenkönig.
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Stellas Sommer
Für die Gäste auf seiner vesteckten Terrasse hat sich das Augsburger Restaurant "Stella" ein besonderes Sommertage-Angebot einfallen lassen: 3 Tapas nach freier Wahl zum günstigen Preis.
Da macht der Sommer gleich noch viel mehr Spaß. Da passt dann die mediterrane Küche voll.
Und wer dazu einen eisgekühlten Hugo oder Sprizz ordert, der fährt noch günstiger bei dieser Terrassen-Schlemmerei.
Das noch ziemlich neue "Stella" zwischen Jakober Tor und Jakober Kirche muss man zu den besten Restaurants in Augsburg zählen. Jede Speise ist ein besonderer Genuss.
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| Bruschetta mit Mozafrella gratiniert und Auberginenröllchen mit Couscous-Füllung. |
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| Sardine im Speckmantel auf Polenta und Muschelnudeln mitLLachs-Saibling -Füllung. |
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| Zwiebel-Käse Quiche mit Serranschinken. |
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| Vitello Tonnato mit Kapernäpfel. |
Und als Hauptspeise könnte man sich dann ein Bio-Lammragout bestellen, mit Chili, Pinienkernen, Gewürzaprikosen und Frühlingszwiebeln, dazu Kräuterpapardelle (Ital. Bandnudeln). Oder eine Waldpilzlasagne. Oder Hällische Spanferkelkoteletts. Oder ein kross gebratenes Zanderfilet. Alles superlecker.
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| Ein Zanderhappen. |
Als Nachspeise würde noch ein feines Überraschungs-Mini-Dessert im Weckglas locken.
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| Zum Finale ein Espresso mit Herzle-Keks. Das ist ein Souvenirfoto wert. |
Restaurant Stella
Friedl Stiliani und Burghart-Kleinert Annette GbR
Jakoberstr. 55
86152 Augsburg
E-Mail: info@stella-restaurant.de
Telefon: +49 821 – 5087 9150
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Samstag ab 18.00
Dienstag ab 18.30 Kochkurse
Sonntag ab 10.00 Gourmet-Brunch
Satt sehen
Fremde Länder, fremde Märkte und Menschen. In Südamerika.
- Fotos auf Holz von Lina Mann.
"Auf den Märkten spüre ich das Leben", sagt sie. "Märkte interessieren mich seit meiner Kindheit, ich liebe sie, das Leben, die Gerüche,die Düfte. Märkte liebe ich, weil sie lebendig sind und die Menschen dort viel Lebendigkeit in sich tragen. mir gefällt es auch wenn ich in Augsubrg durch den Markt schlendre und mit den Leuten ins Gespräch komme, egal ob Verkäufer oder Kunden."
Lina Mann ist eine Augsburger Künstlerin.
Bistro Salento
Frauentorstraße 12
Augsburg,
Montag bis Freitag 08.00-18.00 Uhr
Kommen - und einfach genießen.
Hier gibts mehr Infos zu Lina Mann.
Als Fotografin sieht Lina Mann die Menschen, mit denen sie spricht, mit denen sie lebt, nicht als Dekoration an, sondern taucht in ihren Alltag mit ein. Am leichtesten vollbringt sie das in der Küche. Wo am besten und schnellsten ein herzlicher Kontakt zu anderen Menschen entstehen kann, egal ob man ihre Sprache spricht. Gemeinsam kochen, dabei lernt sie die ursprünglichsten Bedürfnisse der Familien in aller Welt kennen. Ja, bei Lina Mann stimmt die alte Weisheit: "Liebe geht durch den Magen." Aber - bei ihr kommt noch die Liebe dazu, die durch ihr Herz geht.
Lina Manns Lebenslust springt auf die Menschen über. Direkt aus ihrem Herzen kommt sie. Eine Lebenslust, die anstecken und die Kraft schenken kann. Herz und Hirn haben sich bei Lina Mann zu einem dynamischen Duo verbunden, das manches Problem in einem helleren Licht erscheinen lässt. Ihre Vorträge, ihre Fotoreportagen, zeigen uns die Welt in allen Facetten. Sie scheut sich nicht uns herrlich Schönes zu zeigen, aber deutet auch auf das Elend, sich gleich nebenan befinden kann.
Sie entschwebte, unsere Lilo
Eine geborene Wirtin mit Superkontakt zu ihren Gästen.
Eine Augsburger Gastro-Legende ist vor einigen Tagen für immer von uns gegangen: Lilo Meisinger. Sie wuchs als Kind in Stätzling unter den Nazis auf, lernte in Hamburg die Gastronomie und nachihrer Rückkehr ehelichte sie Heinz Meisinger, einen der Meisinger-Brüder, die auch in der Augsburger Wirtschafts-Welt zugange (Karat) waren. Lilo eröffnete dann in den 1970ern die Disko GoGo in Pfersee und später lange Zeit die Delfter Stuben beim Stadttheater.
Wir wünschen unserer Lilo einen schönen Aufenthalt hinter der himmlischen Theke.
Wir wünschen unserer Lilo einen schönen Aufenthalt hinter der himmlischen Theke.
Werbung für Lilos GoGo-Club.
DAs war Lilos Kneipe mit den Außentischen in der Ludwigstraße.
(Die Fotos von Lilo Meisinger gehören den "augsburger-gastro-news". Wer dies nicht erwähnt, hat sie nur geklaut und muss mit hohen Abhmahnungskosten rechnen)
Der greise König Kegel
Foto: Eine hundert Jahre alte Kegelbahn in Wollishausen.
Die Westlichen Wälder sind so ziemlich das Schönste, was westlich von Augsburg liegen kann. Auch wenn man selbst noch westlicher wohnen würde und die westlichen Wälder plötzlich im Osten liegen, bleiben es die Westlichen Wälder. So viel Verlässlichkeit erzeugt Liebe. Und wenn man dieser Liebe nachgeht und sie pflegt, wird sie auch erwidert. Die Verlässlichkeit ist kein Springinsfeld, kein Hallodri, sie ist still, aber herzlich.
Das »Gasthaus Adler« lag nicht auf unserer Route, wir waren auf der Rückfahrt, nachdem wir entlang der Schmutter gelaufen waren und hatten uns, ein bisschen großstadtmäßig, verfahren. Mit dem „Verfahren“ kam eine kleine Leichtsinnigkeit auf und wir hoppelten über den Schotter. Wir rollten knirschend auf einem Hof. Einer im Auto sagte, hoffentlich haben die hier kein Schrot. Er kam aus einer noch größeren Stadt. Sie hatten keinen Schrot, sie hatten eine Kommunion. Es war der Hof des Gasthof Adler, praktisch von hinten, durch die warme Küche angefahren. Hier bleiben wir. Und dann:
Die Holzbauweise kam mir gleich bekannt vor. Ich hatte so etwas schon auf alten Fotos gesehen. Aber in Natura? Eine hundert Jahre alte Kegelbahn! Noch drei Tage zuvor hatten wir eine Lesung in Dachau auf der modernen Kegelbahn des ASV Dachau und ich wusste, Kegeln ist einer der ältesten Sportarten. Anfänglich noch mit menschlichen Schädeln, zivilisierte sich diese Anarchie im Laufe der Jahrhunderte. Mit dem Kommunionskind (9 Jahre) habe ich ein paar Kegeln geschoben und meine Frau hat sich über mich amüsiert, wie ich da plötzlich kaum älter war als der Knirps, weil mich diese Bahn so begeisterte.
Foto: Die Kegelkugeln waren unrund wie ein Lagerschaden und das Holz war ein faltiger Greis.
„Ja, Wirt“, habe ich gesagt, „was ist denn dös“?
„Eine Kegelbahn.“
„Die ist ja an die hundert Jahre alt. Die gehört ins Museum. Das ist doch bestimmt die Einzige, die es in Bayern noch gibt“.
„Ja bestimmt“, sagte der Wirt. „Hat`s nur überlebt, weil da die Wäsche aufgehängt wurde“.
Ja mei, die Wäsche. Vergelt`s Gott, Wäsche.
Im Clubzimmer zeigte mir der Wirt alte Fotos. Darauf war die Kegelbahn zu sehen und die mächtige Kastanie, unter der wir saßen, war noch klein und reichte gerade bis an den First der Kegelbahn. Die Zeit nagte an allen. Die Kegelkugeln waren unrund wie ein Lagerschaden und das Holz war ein faltiger Greis. Die Kugel rumpelte über den Grund und die Kegeln waren ausgeblichene und zerschundene Gesellen, die kaum noch gerade stehen konnten.
Greiser Kegelkönig in der Mitten hast deine Würde nicht verloren. Nicht einmal, wenn der nächste Hallodri dich von den Füßen holte. Bist immer wieder aufgestanden. Immer wieder. „Am Vatertag war ich als Kind dabei“, sagte ein älterer Gast, zünftig in Lederhosen durch seinen Pfeifenqualm, „und dann ging es hoch her“.
Ich hab`s ihm geglaubt, sofort. Es war eine Freude.
Bericht und Fotos: Bernd Hohlen
Foto: Wo ist diese alte Kegelbahn zu finden? Hier: Wollishausen, hinter Gessertshausen, links ab, im "Gasthaus Adler".
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Eike erinnert sich ...
In das Lokal, das schon viele legendäre Lokale wie Femina, Big Apple, Clochard, Subway, Metro und Kerosin in der Gögginger Straße 28 beherbergte, zog nach dem Ideal der neue Club "Glyzerin" ein, der mit seinem explosiven Namen wohl an einen der erfolgreichsten Vorgänger, das Kerosin, erinnern soll. Das"Glyzerin" öffnet seine Pforten nicht weit von Hotelturm und Kongresshalle entfernt.
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Der Augsburger DJ und Radio-Moderator Eike Spohner, jetzt am Bodensee, erinnert sich an glanzvolle Zeiten in dieser Lokalität:
"Kaum zu glauben, wie lange dieser Anbauschon steht - aus meiner Schülerzeit kenne ich es noch als "Femina" und 1966 begann dort das Augsburger Dicothekenleben im "BIG APPLE" und am Eröffnungsabend tanzte ich mit der wunderschönen blonden Erika zu 'Sounds of Silence' von Simon&Garfunkel. DJ Jürgen(?) saß in einem kleinen Kabuff über der Bar und hatte nur ein kleines Fenster zur Tanzfläche - dann war da DJ Claus aus Wiesbaden und auch Waldi Hartmann begann hier, glaube ich, seine Augsburg-Karriere und manch anderer DJ folgte.
1968 wurde Bardame Carmen zur DJane und ich durfte sie Samstag abend immer ablösen mit meiner Soul-Session.
Später wurde es dann rockig mit dem unvergessenen DJ Rudi Schäble.
Als das Lokal zum "Gaslight" umgebaut worden war, saß ich als Haus-DJ in der Kanzel, von wo aus ich auch so manches Spitzenkonzert erleben durfte, das beste war 'Klaus Doldinger & Passport'. Mamma mia - was dieses Gemäuer schon alles erlebt hat, das könnte ein Bücherregal füllen - war vielleicht meine aufregendste Zeit in der Unterhaltungsbranche..."
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Die Geschichte zur Kulperhütte
Das Lokal zwischen Fluss und Kanal
Das Augsburger Baracken-Lokal "Kulperhütte", entsteht zwischen Wertach und Wertachkanal wieder neu. Es ist die Gäste-Hütte mit Küche bei schlechtem Wetter. Sie wurde vor einem Jahr abgerissen. Der Grund: Eine Hochwasserschutzwand musste dort gebaut werden.
Der Sommer-Kiosk ist aber in Betrieb, zu dem ein Biergarten wie auf einer Insel gehört. Dort wird auch ab und zu Steckerlfisch mit Live-Musik angeboten.
In dem Augsburg-Krimi das "Fuggerei-Phantom" (Peter Garski) kommt es an der "Kulper-Hütte" zu einem folgenschweren Zwischenfall bei den Ermittlungen nach brutalen Kaviar-Schmugglern aus Russland. Die beiden Privat-Schnüffler Klaus & Helle erforschen hier auch den Geschmack des Bieres und kommen sich dabei furchtbar in die Haare.
Es ist schon lange her, dass die Kulperhütte im Augsburger Stadtteil Göggingen zuerst als Imker-Station und dann als Imbissbude mit Biergarten genutzt wurde. Vorher war es das Bienenhaus eines gewissen Herrn Lorenz Kulper. Dieser verwandelte es dann um 1920 in einen Efrischungs-Pavillon.
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Und so sieht die neue Kulperhütte 2013 aus:
Von innen.
Von aussen.
Vom Ufer des Wertachkanals aus.
Die Kulper-Hütte liegt zwischen Wertach und Wertachkanal.
Mit Info-Tafel.
Mit Graffiti-Galerie im Vordergrund und Biergarten-Hütte dahinter.
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Die Geschichte zur Weiberschule
Wir übernehmen das Collage-Bild und den Text "Zur Weiberschule" von der Augsburger KoKa-Seite: Neben der Augsburger Stadtmetzg, unterhalb des Perlacherges, findet sich ein ziemlich unansehliches, trostlos wirkendens Haus. Nur bei genauerer Betrachtung fällt einem Betrachter auf, es müsse wohl schon glanzvollere Zeiten hinter sich haben. Es handelt sich um das Anwesen »Hinter der Metzg 7«. Dort fand sich eine Weinhandlung und eine Weinwirtschaft, deren letzter Besitzer Georg Lamberger war (Nachfolger von J. D. Lamberger).
Diese Wirtschaft wurde 1651 gegründet und schloss wohl in den frühen 1950er Jahren. Der Hauseingang in der Gasse existiert nicht mehr. Auch jeder Hinweis auf die frühere Gaststätte fehlt. Diese Wirtschaft hieß »Zur Weiberschule« und bestimmte über Jahrhunderte die Subkultur in Augsburg.
Der Chronist berichtet (vor etwa 100 Jahren): "So wie ein großer Teil des ehrbaren Metzgerhandwerkes das Wirtshaus zum »Blutigen Wammes« fleißig besuchte, ebenso fanden ihre Ehefrauen in dem benachbarten Hause des Methschenkers [Meth = Honigwein] Jeremias Freymann gesellige Unterhaltung, ja man wollte sogar behaupten, daß es allda zuweilen oft lärmender zuging als bei ihren Männern. – Im Jahre 1651 als Matthäus Epsenhauser auf besagtes Methschenken-Haus die Weinwirts-Gerechtigkeit erlangte, benützte der Wirt die Gelegenheit, seinem errichteten Weinhause den Namen »Zur Weiberschule« zu geben, weil seine Kundschaft bisher meistens aus dem weiblichen Geschlechte bestand.
Durch des Wirtes Galanterie fühlten sich alle Frauen sehr geschmeichelt, weshalb ihre Zusammenkünfte, woselbst sie sich wie zu Hause betrachteten, immer zahlreicher wurden. Hier ist von ihnen die Stadtchronik nach ihrer Art und Weise veröffentlicht worden; die älteren Frauen belehrten bei dem sogenannten Lämmerblute (wie der süße Tirolerwein genannt wurde) die jüngeren Frauen, wie sie zu Hause regieren und keinen Finger breit von ihren Hausrechten etwas nehmen lassen sollten. Nebenbei durchhechelte man nach dem A-B-C alle Frauen der Stadt mit ihren Eheherrn und Kindern. In ihrem Kreise durfte sich keine Mannsperson blicken lassen; sie waren unter sich fröhlich und sprachen oft von Dingen, wovon ihre Ehemänner nichts wissen durften.
Einstmals klopfte Jemand an der Türe ihres Trinkgelages; sogleich riefen ein paar Dutzend Weiber: »Nur herein was keinen Bart hat!« Doch siehe da, es trat ein stattlicher Herr ins Zimmer und grüßte gar höflich die fröhliche Gesellschaft. Allein dieses unberufene Erscheinen entrüstete die vom Wein erhitzten Weiber dergestalt, daß sie den Ankömmling stürmend in ein Nebenzimmer hineinschoben und die Tür verriegelten. – Noch heutzutage ist dieses Weinhaus ein sehr beliebter Sammelplatz der Frauen; nur scheint es, daß die lieben Frauen von dem strengen Vorsatz, keine Männer in ihre Zirkel aufzunehmen, abgegangen sind, und deren Duldung großmütig beschlossen haben."
Die Karl-May-Gesellschaft erinnert auch daran: "Ein weiterer Ort der Erinnerung wäre die >Weiberschule< aus dem Jahre 1651 gewesen, die älteste Weinwirtschaft Augsburgs, wie sie sich nannte. Hans Rost (Sammler von Selbstmord-Literatur) erzählt in seinem Buch >Aus der Jugendzeit. Erinnerungen eines Bambergers< (Augsburg 1924), wie er als junger Redakteur mit dem Ehepaar May 1907 in diesem Lokal zusammensitzt und Karl May seine Freude darüber ausdrückt, »daß ihn die Postzeitung so treu und wacker verteidigte«. Er läßt für seinen Gast den besten Wein auffahren, den »so ein armer Zeitungsschreiber sein Lebtag nicht mehr zu trinken kriegt«.
Karl May hielt im Augsburger Schießgrabensaal am 8. Dezember 1909 seinen Sitara-Vortrag. Heute steht dort ein Bank-Gebäude.
Von Hans Rost erzählt auch der Roman "Jodok" von Peter Garski. Ein bayerischer Heimatkrimi, der einige wahre Mordfälle im 19. und 20. Jahrhundert zwischen Augsburg und München spannend schildert.
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Die Geschichte zu Waldy's Club
Ein Wirt wird ... Sportreporter
Waldy's Club gehörte in den 1970ern zu den Spät-Kneipen in Augsburg. An den Wochenenden schloss die Kneipe bei der Gögginger Eisenbahnbrücke erst um 4:00 in der Frühe. Nach Waldemar Hartmann kamen mit Werner Stettberger das Pflop und mit Gorgo das Sputnik. Alles Kneipenlegenden.
Gespräch mit Waldemar Hartmann
"Roy Black vermittelte mich"
Wie kamen Sie nach Augsburg?
Aber nicht, weil ich geflüchtet wäre, ich hatte eine wunderbare Kindheit, sondern weil ich selbstständig sein wollte und durch einen Zufall den Job als Discjockey im Big Apple in Augsburg vermittelt bekommen habe. Von Roy Black.
Woher kannten Sie den Schlagerstar Roy Black?
Der war damals noch kein Star, sondern völlig unbekannt. Und ich sang in einer Schülerband namens Die Blizzards.
Aus Liebe zum Rock 'n' Roll?
Vor allem hatte ich das Gefühl, dass es mit den Mädchen etwas einfacher geht, wenn du auf einer Bühne stehst. Einmal spielten die auf einer Veranstaltung, wo auch Roy Black mit ihnen drei Stücke spielte. Und dann hatte er einen Termin in Bochum und sich gerade mit seiner Band verkracht, und er fragte die Blizzards. Wir traten dann in Bochum auf, ich sang meine Stücke und habe dann Roy Black angekündigt. So haben wir uns kennengelernt. Und dann rief er mich an.
Und Sie ließen alles stehen und liegen?
Ich lernte damals Versicherungskaufmann und mein Vater musste unterschreiben, dass der Lehrvertrag aufgelöst wird. Mein Vater sagte: Discjockey - was ist denn das? Ich sagte: Schallplattenaufleger. Darauf sagte er: Das ist doch kein Beruf. Da habe ich gesagt: Papa, ich verdien' da aber mehr als du. Irgendwann hat er unterschrieben. Er wusste, er kann mich eh nicht aufhalten.
Geld war Ihnen immer wichtig?
Ohne Moos ist nix los. So einfach ist das.
Waren Sie auch 68er?
Ich müsste einer sein, weil ich 1968 zwanzig war. Aber ich war zu der Zeit Discjockey in Wiesbaden und habe nachts gearbeitet. Tagsüber habe ich geschlafen. Also auch die Revolution verschlafen.
(Auszug aus einem Interview mit der taz)
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